Andrea Badey

ÜBER ANDREA BADEY

"Eigentlich bin ich ganz anders, ich komm nur so selten dazu."
U. Lindenberg

Bei mir lief eigentlich von Anfang an alles prächtig. Ich wusste praktisch seit meiner Geburt, dass ich etwas Besonderes bin. Das ist natürlich Unsinn, aber aus diesem Gefühl des Größenwahns sind die großen Karrieren geschnitzt. Dass ich immer noch nicht in Amerika gelandet bin, hat nur mit meiner Angst vor Landungen zu tun und mit den den sehr lange im schlechten Geschmack versunkenen Amerikanern... Nun, seit der Sensation eines farbigen Präsidenten, glaube ich kurzfristig daran, dass die Dinge sich wandeln können...

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Schauspielausbildung Hamburg

Nach meiner Schauspielausbildung war klar, "ich gehe meinen Weg", ich wusste schnell er ist falsch, aber irgendwo muss man ja hingehen. Ich machte mal hier mal da interessante Theaterproduktionen, landete in Berlin und fand mich dort wieder!  

Ich bin nun gar nicht aus dem Holz geschnitzt, aus dem große Diseusen eben immer geschnitzt sind, obwohl ich gerne meine feinen Lieder singe. Aber Drogen, mal rucki zucki auf den Strich gehen, oder zumindest schwere Alkoholexzesse, nö, das ist nicht meine Welt. Ich sehe auch gar nicht so aus. Ich höre eher den Satz: "Mein Gott, sieht die noch gut aus...für ihr Alter..." Das ist zwar diskriminierend, aber man ist ja froh, dass man überhaupt noch angesprochen wird, also als Frau, jenseits der 35. Wenn ich das schon höre: "Sie ist in einem reifen Alter" ...da sehe ich sofort eine reife Pflaume vor mir, die am Baume hängt und sich nicht mehr halten kann.

Buddhismus

Meine Erfahrungen speisen sich aus meinen vielen Leben (Buddhismus eben, is klar...), die alle katastrophal endeten, wie mir meine Aura-Leserin bestätigte. Das soll diesmal natürlich anders werden. Ich tue alles dafür. Zur Not.

Toleranz und Geburt

Meine Aura (also das was so um uns drum herum ist, und nur von einigen Auserwählten zu sehen ist) sieht eigentlich ganz lustig aus, führt aber nirgendwo hin. Im Grunde ist meine Aura wie ich. Nun bin ich ja auch nicht nur eine moderne Diseuse, sondern eine Schauspielerin und Kabarettistin die sich gerne auch mal verwandelt, richtig gerne Quatsch macht, denn immer nur davon singen, dass ich schlecht geschlafen habe und "verrecken soll der Kerl" ist auch öde. Außerdem habe ich das Problem, dass mich grundsätzlich nur substantielle Dinge interessieren, auch beim Quatsch machen, das schränkt meine Arbeitsmöglichkeiten sehr ein und deshalb bin ich meistens blank. Ich bin aber sehr tolerant, vor allem gegen mich selbst. Aber, man soll ja mit allem bei sich anfangen, besonders bei der Toleranz. Und meine Stadt, also wo ich geboren bin, ja ... nein ... nicht Paris, Texas .. nein ... Oberhausen, das ist eine Stadt, da wird man tolerant. Ich finde, das ist doch schon mal ein schöner Charakterzug von mir. Aber ich gehöre nun mal nicht zu den Menschen die ihre Persönlichkeit aufgeben, nur um einen Charakter anzunehmen. Deshalb ... trotz Charakter - immer Substanz behalten.

Kabarettwelt

Das ist, wie ich dann nach meinem ersten Ausflug in die Kabarettwelt lernte, sehr hinderlich. Allerdings hatte ich auch Glück. Bei meinem Ausflug in den Osten, dem Kabarett Die Distel schrieb die Presse. "Andrea Badey, der einzige Westimport, der dem Osten `was gebracht hat." Jedoch, das schlimmste, was man dem Kabarettpublikum antun kann ist ... Veränderung. Deshalb habe ich mich angestrengt und es steht ja auch oft in meinen Kritiken: "Andrea Badey bleibt sich immer selbst treu". Leider bin ich durch meine fast schon pathologische Treue zu mir selbst auf keinen grünen Zweig gekommen. Ich bin sehr erfolgreich ... mache aber grundsätzlich, was mir Spaß macht. Meine nachfolgenden Solo-Programme hatten immer andere Schwerpunkte. Mein Kabarettprogramm "Geld allein macht nicht unglücklich" ist so originell wie der Titel. In dem SOLO "Zwischen Tanga und Treppenlift" geht es um einen anarchistischen Vater und seine bürgerlichen Tochter und um das Thema "Wie wird man älter ohne abzunehmen"...In "Besser gut geschminkt, als vom Leben gezeichnet" sägt sich "die deutsche Antwort auf Betti Midler" die Seele aus dem Hals und alles bei ihr blüht in beißendem Spott und feiner Selbstironie.... Sie lässt nichts aus..." Das würde ich so nie sagen, aber was soll man machen...

"Oh, die Fröhliche", ist ein Weihnachtsspecial der heiteren Art und früher interessierte mich auch mal die Beziehung zwischen Mann und Frau (Mein Prinz muss anders kommen), aber die soll ja regelrecht zeitlos sein. In meinem neuen "Kabarett mit Migrationshintergrund" - "Wer mit sich selbst fremd geht, bleibt sich immer treu" bietet meine polnische Freundin Bonni Emm einen Workshop für Frauen und andere Minderheiten an...Zeitlos eben.

Die Zeitlosigkeit ist auch so ein Thema, was substantiell behandelt gehört, aber ich bin eh schon zu lang. Da ich auch gerne mal mit anderen Menschen auf der Bühne stehe - z.B. im Duo mit Lioba Albus .. sehr ruhrpottös) oder in der bekannten SAT1-Serie "Pastewka" mit Bastian Pastewka oder mit Michael Kessler in "Kesslers Kosmos" (ich muss herausfinden, ob es nicht auch da Möglichkeiten gibt, reich und berühmt zu werden...) - gibt es bei mir vielerlei und Feines zu holen. Bei "Ottis-Schlacht-Hof" durfte ich mit Roberto Blanco einen hinreißenden Tango tanzen (Otti war sehr neidisch, wegen seiner "Bewegungseinschränkung" kam er nicht hoch) und Einladungen zur Misfits-Dame Gerburg Jahnke finden auch statt. Bei meinen geschätzten Kollegen  und Kolleginnen, Anka Zink und Barabara Kuster habe ich die Regie übernommen. Wegen der Verwandtschaft. Die empfinde ich allerdings auch zu meinem Regisseur Martin Maria Blau (Regie u.a. bei Michael Ehnert, Kalle Pohl....etc.) und meiner Band "Schön und Gut".

Ausflüge

Zwischendurch gab es die erfolgreiche Uraufführung meines 1. Theaterstückes "Maria tanzt" im Gloria Theater in Köln. Den Dramatikerrinenpreis NRW für das Theaterstück "Blassblaue Dahlien". Darin geht es um zwei alte Damen im Pflegeheim, herzergreifend und sehr lustig... Na ja, und einen Jugendroman habe ich geschrieben... aber das gehört glaube ich gar nicht hier hin...

Neu erschienen ist die CD Manfred Maurenbrecher, Eine Hommage in 62 Lieder. Kollegen von Reinhard Mey, über Konstantin Wecker singen seine Lieder. Ich auch. Eines. "Für immer Weihnachten" heißt das.. Und neue Projekte stehen ins Haus. Bitte rufen Sie uns an um mehr zu erfahren.

Ihre Andrea Badey

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